Bericht aus dem Ausschuss für Soziales, Jugend, Kultur vom 08.09.2026

Freie Kita-Plätze, die Berechnung ermäßigter Elternbeiträge und ein Reinigungsroboter für die Dreifeldsporthalle Hoisbüttel beschäftigten den Ausschuss für Soziales, Jugend und Kultur am 08.09.2026.

 

Freie Kita-Plätze und weitere Planung
Anfragen der SPD-Fraktion und der Grünen zur Belegung der Betreuungseinrichtungen waren Anlass für einen ausführlichen Bericht der Verwaltung. Die mitgeteilten Zahlen beziehen sich auf den Stand der Sitzung und können sich durch neue Anmeldungen kurzfristig verändern.

Kita Bünningstedt: Zwei Plätze im Elementarbereich nach der Eingewöhnungsphase
Kita Lottbek: Sechs Krippenplätze und 20 Plätze im Elementarbereich

Beide kommunalen Einrichtungen arbeiten mit den Wartelisten des Kita-Portals. Eine gesonderte Dokumentation über Familien, die kein Betreuungsangebot erhalten haben, führen sie nach Auskunft der Verwaltung nicht.

In der kirchlichen Kita Sonne und Mond pausiert wegen fehlender Belegung in Abstimmung mit dem Kreis Stormarn eine Krippengruppe. Bei entsprechend steigenden Anmeldezahlen kann sie wieder in Betrieb genommen werden. Für die Kita Fliegenpilz erwartet die Verwaltung nach dem anstehenden Leitungswechsel ebenfalls eine Anpassung der Betreuungsstruktur. Konkrete Änderungen wurden in der Sitzung nicht benannt.

Bürgermeister Horst Ansén schlug einen gemeinsamen Workshop mit Verwaltung, Politik und Einrichtungsleitungen vor. Dabei sollen die Belegung, eine gezieltere Information über Betreuungsangebote und der Umgang mit nicht ausgelasteten Gruppen besprochen werden.

 

Kita-Räume im Bau der Specht-Gruppe
Ein möglicher Kita-Träger hatte sich die dafür vorgesehenen Räume im Bau der Specht-Gruppe angesehen. Nach Einschätzung der Verwaltung war zum Sitzungszeitpunkt jedoch keine Aufnahme einer weiteren Kita in den Bedarfsplan des Kreises zu erwarten. Deshalb beabsichtigte die Verwaltung nicht, eine Trägervereinbarung mit einem gemeindlichen Zuschuss zu den Betriebskosten zu empfehlen. Als Möglichkeiten für den Eigentümer wurden eine Betriebskita oder eine andere Nutzung der Räume genannt.

In der Einwohnerfragestunde ging es auch um die Vermarktung der Wohnungen in der Seniorenresidenz. Der Bürgermeister erklärte, dass die ursprünglichen Absprachen auf bezahlbaren Wohnraum ausgerichtet gewesen seien. Die Wohnungen würden inzwischen größtenteils zum Kauf angeboten, könnten anschließend aber auch vermietet werden. Nach seiner Darstellung liegt die Vermarktung bei der Specht-Gruppe; die Gemeinde habe darauf keine Handhabe.

 

Ermäßigte Beiträge für die Grundschulbetreuung
Der Kreis Stormarn soll die Sozial- und Geschwisterermäßigungen auch für jene Plätze in der Grundschulbetreuung berechnen, die während der Übergangszeit noch nicht unter den neuen Ganztagsanspruch fallen. Der Ausschuss empfahl der Gemeindevertretung einstimmig den Abschluss eines ergänzenden Vertrages.

Nach der Verwaltungsvorlage erfasst der Ganztagsanspruch im Schuljahr 2026/2027 zunächst die erste Jahrgangsstufe und wächst anschließend jahrgangsweise. Für die bereits vom Anspruch erfassten Plätze hatte die Gemeindevertretung am 09.06.2026 eine entsprechende Übertragung beschlossen. Der zusätzliche Vertrag soll eine einheitliche Berechnung für die übrigen Betreuungsplätze ermöglichen.

Der Vertragsentwurf sieht vor, dass der Kreis Anträge entgegennimmt, Voraussetzungen und Einkommen prüft, die Ermäßigung festsetzt und Eltern sowie zuständige Träger informiert. Die Gemeinde soll Eltern über die Ermäßigungsmöglichkeiten unterrichten und die berechneten Ermäßigungen bei der Beitragserhebung berücksichtigen.

Für die Gemeinde sieht der Entwurf eine Verwaltungskostenpauschale von 92,48 Euro je Neuantrag vor. Nachfolgende Bearbeitungen sind darin enthalten. Die Pauschale soll jährlich um 2,5 Prozent steigen. Die Verwaltung rechnet bei insgesamt rund 100 Fällen im Jahr mit etwa 5.000 Euro je Offener Ganztagsschule. Dieser Kostenrahmen umfasst beide Verträge. Für Leistungen aus 2026 soll die Abrechnung erst 2027 erfolgen. Diese Verwaltungskosten sind von den Elternbeiträgen zu unterscheiden.

Der Vertrag soll nach seiner Unterzeichnung rückwirkend zum 01.08.2026 gelten. Die Entscheidung der Gemeindevertretung ist nach der veröffentlichten Beratungsfolge für den 06.10.2026 vorgesehen.

 

Reinigungsroboter für die Dreifeldsporthalle
Für die Dreifeldsporthalle in Hoisbüttel beschloss der Ausschuss die Freigabe von bis zu 45.000 Euro und beauftragte die Verwaltung mit der Beschaffung eines geeigneten Reinigungsroboters. Der Betrag umfasst gegebenenfalls notwendiges Zubehör, Inbetriebnahme und Einweisung.

Grundlage waren Erfahrungen mit einem bereits eingesetzten Gerät in der Turnhalle der Grundschule Hoisbüttel. In der Testphase reinigte es durchschnittlich rund 265 Quadratmeter in 40 Minuten. Es arbeitet außerhalb der Nutzungszeiten und ausschließlich mit Wasser. Schule und Vereine hatten nach Angaben der Verwaltung keine Beschwerden über das Reinigungsergebnis gemeldet.

An acht Tagen blieben Reinigungsvorgänge aus oder wurden nicht vollständig beendet. Die Verwaltung führte das überwiegend auf äußere Eingriffe zurück, etwa unterbrochene Stromversorgung oder betätigte Not-Aus-Schalter. Für das neue Gerät soll deshalb ein Schutz vor unbefugtem Zugriff geprüft werden. Die tägliche Pflege des vorhandenen Roboters benötigt etwa 15 Minuten.

Für das vorhandene Gerät nennt die Verwaltung jährliche Kosten von rund 6.400 Euro für Abschreibung und Service. Dem stehen rund 7.400 Euro anteilige Personalkosten für die bisherige manuelle Reinigung der Sportfläche gegenüber. Strom und Wasser sind in dieser Gegenüberstellung nicht enthalten. Die Verwaltung rechnet mit freiwerdenden Arbeitszeitanteilen von 6,1 Wochenstunden, die für andere Aufgaben genutzt werden können.

Auf Antrag der CDU-Fraktion wurde der Beschluss ergänzt: Die vorgesehenen Mittel für einen weiteren Roboter in der Turnhalle Bünningstedt sollen aus dem zweiten Nachtragshaushalt herausgenommen werden. Auch diese Ergänzung wurde einstimmig beschlossen. In Bünningstedt steht bereits eine Scheuersaugmaschine zur Verfügung. Dort reinigt das Personal nach der Hallennutzung, sodass derzeit keine zeitlichen Konflikte bestehen. Bei veränderten Personaleinsatzzeiten kann der Bedarf erneut geprüft werden.

 

Grundschule Bünningstedt und sichere Schulwege
Mehrere Fragen aus der Einwohnerschaft betrafen die neue Grundschule Bünningstedt:

• Sportanlage: Zeitpunkt und Umfang sind nach Auskunft des Bürgermeisters noch offen. Vor einer Umsetzung sind Gespräche mit der Politik und eine entsprechende Entscheidung erforderlich.
• Parkplatzausfahrt: Die vorgesehene Aufpflasterung gehört zur Gesamtmaßnahme und soll noch hergestellt werden.
• Wasserschaden: Die Arbeiten zur Schadensbehebung standen nach dem Bericht kurz vor dem Abschluss. Anschließend sollen die gesperrten Räume schnellstmöglich wieder nutzbar sein.
• Fahrradständer: Das Bauamt prüft eine Überdachung. Eine Entscheidung soll erst auf Grundlage belastbarer Angaben erfolgen.
• Zebrastreifen: Aus der Elternschaft wurde berichtet, dass der Bereich zu Hol- und Bringzeiten zugeparkt werde. Die Verwaltung prüft, zuvor entfernte Halteverbotsschilder wieder aufzustellen. Auch die Anregung einer Kiss-and-Go-Zone im Bramkampredder soll geprüft werden.
• Radweg zur Schule: Für die Verbindung über den Rosenweg in Ahrensburg zur Dorfstraße in Bünningstedt wurden gefährliche Situationen geschildert. Der Bürgermeister sagte eine Anfrage beim Ordnungsamt zu möglichen Barrieren zwischen Gehweg und Straße zu.

 

Unterbringungskapazitäten sind ausgeschöpft
Zur Ausschusssitzung waren nach dem Verwaltungsbericht 162 Geflüchtete, Asylsuchende und wohnungslose Menschen in gemeindlich organisierten Unterkünften untergebracht. Davon lebten 90 in Gemeinschaftsunterkünften und 72 in angemieteten Wohnungen.

Die Verwaltung hält ausdrücklich fest, dass zum Berichtszeitpunkt keine weiteren Personen aufgenommen werden konnten. Eine zusätzliche Zuweisung hätte die Gemeinde vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt. Eine Wohneinheit in Schäferdresch war wegen der Sanierung nach einem Wasserschaden weiterhin nicht nutzbar. Die Sanierung einer Wohneinheit in der Ohlstedter Straße stand kurz vor dem Abschluss.